Nicht jede CAFM-Funktion besitzt dieselbe Wiederanlaufpriorität
Der Ausfall eines CAFM-Systems kann technische Betriebsführung, Störungsannahme, Betreiberpflichten und Dienstleistersteuerung beeinträchtigen. Andere Funktionen wie langfristige Auswertungen können dagegen zeitweise warten. FM-Connect.com identifiziert deshalb die wirklich kritischen CAFM-gestützten Geschäftsprozesse und definiert deren maximal tolerierbare Unterbrechung. Aus dieser Analyse werden technische Wiederherstellungsziele und organisatorische Fallbackverfahren abgeleitet. Business Continuity orientiert sich damit an der betrieblichen Wirkung und nicht allein an der allgemeinen Verfügbarkeit der Softwareplattform.
CAFM-Notbetrieb wirksam und belastbar organisieren
Wesentliche Informationen und Prozesse unabhängig vom Primärsystem verfügbar halten
Für besonders kritische Funktionen können aktuelle Kontaktinformationen, Notfalllisten, Anlagenübersichten oder offene Hochprioritätstickets in geeigneter Ersatzform erforderlich sein. FM-Connect.com definiert einen schlanken Offline- beziehungsweise Fallbackbetrieb. Dabei wird bewusst vermieden, das gesamte CAFM parallel zu reproduzieren. Ziel ist lediglich die Fähigkeit, kritische Störungen, Sicherheitsaufgaben und notwendige Kommunikation während eines begrenzten Systemausfalls aufrechtzuerhalten und anschließend kontrolliert in den Normalbetrieb zurückzuführen.
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| Störungen | alternative Annahme | Erreichbarkeit |
| Kontakte | Offline-Liste | Eskalationsfähigkeit |
| kritische Assets | Basisinformationen | Handlungssicherheit |
| Prüfungen | anstehende Pflichten | Compliance |
| Arbeitsaufträge | manuelle Erfassung | Leistungskontinuität |
| Rückkehr | Nachpflege | Datenintegrität |
Technische Wiederherstellung und fachliche Betriebsfähigkeit gemeinsam betrachten
Ein erfolgreich wiederhergestellter Server bedeutet noch nicht automatisch, dass alle CAFM-Prozesse wieder zuverlässig funktionieren. Schnittstellen, Benutzeranmeldung, mobile Clients und Datenintegrität müssen ebenfalls berücksichtigt werden. FM-Connect.com definiert deshalb einen fachlichen Wiederanlaufplan. Kritische Funktionen werden zuerst geprüft und freigegeben. Dabei werden RTO und RPO mit den Anforderungen des Facility Managements verbunden. So entsteht ein Wiederanlauf, der sich an tatsächlicher Betriebsfähigkeit statt ausschließlich an IT-technischen Statusmeldungen orientiert.
Während des Ausfalls entstandene Vorgänge kontrolliert in das CAFM nachführen
Im Notbetrieb entstehen manuelle Meldungen, Arbeitsaufträge oder Statusänderungen. Nach Wiederherstellung müssen diese Informationen in das CAFM übernommen werden, ohne Dubletten oder Informationsverluste zu erzeugen. FM-Connect.com legt fest, wer die Nachpflege verantwortet und welche Vorgänge priorisiert werden. Temporäre Dateien oder Papierlisten werden anschließend kontrolliert abgeschlossen beziehungsweise vernichtet. Dadurch endet ein Systemausfall nicht mit dem erneuten Login, sondern mit einem konsistenten fachlichen Datenbestand.
Fallback und Wiederanlauf durch Übungen auf tatsächliche Funktionsfähigkeit prüfen
Notfallkonzepte sollten regelmäßig praktisch überprüft werden. FM-Connect.com entwickelt angemessene Tabletop-Übungen oder technische Wiederherstellungstests und berücksichtigt dabei sowohl IT als auch FM-Anwender. Dabei zeigt sich häufig, ob Kontaktdaten aktuell, Ersatzprozesse verständlich und Backups tatsächlich verwendbar sind. Erkenntnisse fließen in Betriebsdokumentation und Schulung ein. So wird Business Continuity zu einer realen Fähigkeit der CAFM-Organisation und nicht lediglich zu einem Abschnitt im Betriebshandbuch.