CAFM: Objekt- und organisationsspezifischer Nutzen
Nutzen der Einführung von CAFM
Aufgrund der hohen Prozesskomplexität und der starken Abhängigkeit von jederzeit aktuellen, vollständigen und korrekten Daten ist ein professionelles Facility Management ohne systematische Softwareunterstützung praktisch nicht dauerhaft beherrschbar. Der tatsächlich realisierbare Mehrwert hängt dabei maßgeblich von der Qualität der Implementierung, der Datenbasis und der konsequenten Prozessintegration ab. Richtig eingeführt, eröffnet ein CAFM-System Nutzenpotenziale, die Eigentümer bzw. Investoren, Betreiber sowie Nutzer/Mieter gleichermaßen unterstützen – insbesondere durch: • Sicherstellung der Funktionsfähigkeit und Verfügbarkeit von Facilities, Flächen, Anlagen und Services • Werterhalt, Wertsteigerung und nachhaltige Betriebsführung baulicher Objekte und technischer Anlagen • Kostentransparenz als Grundlage korrekter Kostenallokation sowie Ansatzpunkte zur Kostensenkung • Erhöhung der Flexibilität in Gebäude- und Arbeitsplatznutzung (z. B. Flächenanpassung, Umzüge, Belegungssteuerung) • Zentrale Bereitstellung verlässlicher Bestands- und Prozessdaten für Entscheidungen, Geschäftsprozesse und Reporting • Effiziente Unterstützung des Geschäftsprozessmanagements unter Berücksichtigung geltender Gesetze, Normen und Richtlinien • Wirksame Steuerung, Dokumentation und Abrechnung von Facility Services (intern/extern) • Unterstützung bei der Wahrnehmung der Betreiberverantwortung inkl. Nachweis- und Dokumentationsfähigkeit • Strukturierter Einstieg in die Digitalisierung des Immobilien- und Facility Managements über den Lebenszyklus hinweg
Der Nutzen ist stets objekt- und organisationsspezifisch zu ermitteln. Wesentliche Einflussgrößen sind u. a.: • Größe, Verteilung und Komplexität der Facilities • Zustand der Gebäude, Anlagen und Dokumentationen • Anzahl, Rollen und Qualifikation der intern und extern beteiligten Personen • Eingesetzte Technologien (z. B. mobile Anwendungen, Sensorik, Integrationen) • Umfang, Aktualität, Vollständigkeit, Standardisierung und Governance der Betriebsdaten • Nutzerstruktur sowie deren Dynamik (Wachstum, Umnutzung, Organisationsänderungen) •Betreiberkonzept (z. B. Eigenleistung, Fremdvergabe, Hybridmodelle, Servicelevel-Logik).
