CAFM-System: Prozessdaten
Prozessdaten in CAFM-Systemen
Im Facility Management wird zwischen Bestandsdaten (statischen Stammdaten) und Prozessdaten (dynamische Betriebsdaten) unterschieden. Bestandsdaten umfassen alle langfristig gültigen Informationen zum Objektbestand – z.B. Gebäude, Räume, technische Anlagen und Ausstattungsgegenstände – und ändern sich nur selten (meist bei Umbau oder Anschaffung). Prozessdaten dagegen entstehen erst während der Nutzungsphase und haben immer einen festen Bezug zu den Bestandsdaten der Gebäude und Anlagen. Beispiele für Prozessdaten sind Sensor- und Zustandsdaten (z.B. Raumtemperaturen, Schaltzustände), Auftrags- und Verbrauchsdaten (etwa Energie- oder Wasserverbräuche) und Nutzerinteraktionen. Da Prozessdaten die laufenden Abläufe abbilden, sind sie unverzichtbar für Controlling und operative Steuerung (z.B. Flächenbelegung, Wartungsplanung oder Energiemanagement). So können etwa Kosten- und Energieverbrauchs-Benchmarks nur erstellt werden, wenn belastbare Bestands- und Prozessdaten vorliegen. Prozessdaten besitzen einen festen Bezug zu bautechnischen Anlagen und den damit verknüpften Bestandsdaten. Umgekehrt beeinflusst die Qualität der Bestandsdaten maßgeblich, wie gut Prozessdaten verarbeitet und interpretiert werden können. Beispielsweise lässt sich Flächenmanagement nur effizient betreiben, wenn alle Räume korrekt erfasst und eindeutig nummeriert sind.
