CAFM-System: Funktionen
Funktionsspektrum von CAFM-Systemen im Facility Management
Computer Aided Facility Management (CAFM) ist im Kern die IT-gestützte Umsetzung und Unterstützung von Facility-Management-Konzepten über den gesamten Lebenszyklus von Facilities hinweg. CAFM ist dabei nicht als „ein einzelnes Tool“ zu verstehen, sondern als Ansatz, der die zunehmende Komplexität und Interaktion von FM-Aufgaben und -Prozessen durch geeignete Informations- und Kommunikationstechnik beherrschbar macht. In der Praxis umfasst CAFM typischerweise sowohl informationszentrierte Funktionen (Objekt- und Bestandsinformationen strukturiert bereitstellen) als auch prozesszentrierte Funktionen (Workflows und Prozessketten im Betrieb unterstützen).
CAFM ist die Umsetzung und Unterstützung des Facility-Management-Konzepts mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik. Für die Einordnung ist eine im FM-Diskurs zentrale Unterscheidung wichtig: Zwischen „CAFM-Software“ (dem Produkt) und „CAFM-System“ (der produktive Gesamtrahmen aus Software, Datenbasis, Betriebskonzept und Schnittstellen) ist klar zu differenzieren; bei der Einführung wird daher regelmäßig ein Schnittstellenkonzept gefordert, das Informationsverteilung, Flexibilität und Standardisierung des Datenaustauschs festlegt. Datenqualität, Datenstruktur und Datenmanagement sind Schlüsselfaktoren und FM-Daten bilden – neben Software und Betriebskonzept – eine tragende Säule eines CAFM-Systems.
CAFM steht zudem in einem Spektrum benachbarter Systemklassen. Ein verbreitetes Abgrenzungsmuster ist: CMMS fokussiert primär auf präventive und korrektive Wartung/Inspektion technischer Anlagen, während CAFM einen breiteren Funktionsbereich adressiert (z. B. Raum-, Arbeitsplatz- und Serviceprozesse).
