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Anforderungsworkshop CAFM

Facility Management: FM-Software » Leistungen » Analyse und Bedarfsermttlung » Anforderungsworkshop

Eintägiger Anforderungsworkshop für ein CAFM-System

Eintägiger Anforderungsworkshop für ein CAFM-System

Fokus: Zielbild, priorisierte Anforderungen, Daten- und Schnittstellenmodell, SaaS-/Betriebskonzept und belastbare Grundlage für Lastenheft, Auswahl oder Ausschreibung.

Anforderungsworkshop für CAFM strukturiert durchführen

Zweck

An einem Tag die fachlich und organisatorisch tragfähige Entscheidungsbasis für ein CAFM-Vorhaben schaffen.

Ergebnis

Ein priorisierter, prüfbarer und umsetzbarer Anforderungskorridor statt einer unscharfen Wunschliste.

Entscheidungslogik des Workshops

  • Ausgangspunkt sind nicht Produkte, sondern FM-Prozesse, Problemlagen, Datenreife und die organisatorische Zielsetzung.

  • Der Tag endet mit klaren Prioritäten: Was muss in Stufe 1 geliefert werden, was folgt später und was bleibt bewusst außerhalb des Scopes.

  • SaaS, Datenschutz, Support, Rollen, Schnittstellen und Datenverantwortung werden nicht als IT-Nachtrag behandelt, sondern als fachliche Kernentscheidungen.

Ausgangspunkt und methodische Leitplanken

Das Workshopkonzept orientiert sich an der Beratungslogik: herstellerneutrale Herleitung eines CAFM-Zielbilds, frühe Analyse von Prozessen, Datenbasis, Schnittstellen und Betriebsmodell sowie die Ableitung eines belastbaren Lastenhefts bzw. einer Ausschreibungsgrundlage. Der dort skizzierte Ansatz beginnt mit Audit und Memorandum, denkt in Ausbaustufen und betont Quick Wins, Datenqualität, Systemintegration und das SaaS-Betriebskonzept.

  • herstellerneutral und entscheidungsorientiert: keine Produktdemo, sondern Strukturierung des Bedarfs

  • prozessorientiert: zuerst Ziele, Rollen, Probleme und Serviceerwartungen; danach Funktionen und Module

  • datenorientiert: Mindestdatenbasis, Datenhoheit, Pflegeverantwortung und Migrationsfähigkeit werden explizit festgelegt

  • integrationsorientiert: führende Systeme, Schnittstellen und Abhängigkeiten werden sichtbar gemacht

  • betriebsorientiert: SaaS-, Support-, Rollen- und Governance-Fragen werden mitentschieden

  • ausschreibungsfähig: Ergebnisse werden in MUSS-/SOLL-/KANN-Logik und Prüfkriterien übersetzt

Der Workshop soll am selben Tag belastbar entscheiden:

  • welche Geschäftsziele und Problemlagen das CAFM-Vorhaben tatsächlich adressieren soll

  • welche FM-Prozesse und Module in der ersten Ausbaustufe priorisiert werden

  • welche Mindestdatenbasis, Datenqualitätsziele und Datenquellen erforderlich sind

  • welche Schnittstellen und welche führenden Systeme zwingend zu berücksichtigen sind

  • welches Betriebs- und Supportmodell für ein SaaS-Szenario tragfähig ist

  • welche Anforderungen unmittelbar in Lastenheft, Auswahlverfahren oder Ausschreibung überführt werden

Der Workshop funktioniert nur mit einem kompakten, entscheidungsfähigen Kreis. Empfehlenswert sind 8 bis 14 Personen.

Rolle

Soll/Muss

Beitrag im Workshop

Typische Leitfrage

Projektauftraggeber / Sponsor

MUSS

Ziele, Prioritäten, Budget- und Risikoperspektive

Woran wird Erfolg gemessen?

Leitung Facility Management

MUSS

Prozesssicht, Organisation, Betreiberanforderungen

Wo entstehen heute die größten Reibungen?

FM-Fachbereiche / Objektverantwortliche

MUSS

Use Cases, operative Anforderungen, Medienbrüche

Welche Vorgänge müssen zuerst digital laufen?

IT / Enterprise Architecture

MUSS

Betriebsmodell, SSO, Schnittstellen, Security, Integration

Welche Systeme sind führend und welche Vorgaben gelten?

Datenschutz / Informationssicherheit

SOLL

DSGVO, Berechtigungen, Protokollierung, Cloud-Anforderungen

Welche Mindestanforderungen gelten für SaaS und Datenverarbeitung?

Einkauf / Vergabe / Recht

SOLL

Prüfbarkeit, Ausschreibungsreife, Vertrags- und Leistungsstruktur

Wie müssen Anforderungen formuliert sein, damit sie belastbar beschafft werden können?

Key User / Service Desk / Technik

SOLL

Bedienbarkeit, Support, Mobilität, Schulungsbedarf

Was muss im Tagesbetrieb einfach und stabil funktionieren?

Der eigentliche Mehrwert eines eintägigen Formats entsteht nur, wenn die wichtigsten Fakten vorab strukturiert eingesammelt werden.

Vorbereitungsbaustein

Inhalt

Verantwortung

Nutzen für den Workshop

Kurzfragebogen

Ziele, Schmerzpunkte, bestehende Tools, Wunschbild, Top-3-Risiken

Moderation + Teilnehmer

schneller gemeinsamer Start statt langer Einstiegsschleifen

Unterlagenpaket

Organigramm, Prozessdokumente, Inventare, Pläne, IT-Landschaft, bestehende Verträge, Reporting

Auftraggeber

bessere Faktenlage zu Daten und Schnittstellen

Stakeholderliste

entscheidende Rollen, spätere Key User, Betrieb, Datenschutz, Einkauf

Projektleitung

vermeidet blinde Flecken

Ist-Systemkarte

aktuelle Excel-Listen, DMS, ERP, HR, BMS/GA, Ticketsystem, CAD/BIM, Dienstleisterportale

IT + FM

macht Integrationsbedarf sichtbar

Workshop-Canvas

vorbereitete Inhalte oder Templates für Ziele, Prozesse, Daten, Schnittstellen, Priorisierung

Moderation

beschleunigt die Entscheidungsarbeit

Das Format ist so aufgebaut, dass erst Orientierung geschaffen, dann priorisiert und am Ende beschlussfähig verdichtet wird.

Zeit

Block

Ziel

Methode

Ergebnis / Entscheidung

09:00-09:20

Auftakt und Spielregeln

Ziele, Scope, Erwartungsmanagement, Rollenklärung

Management-Statement, Agenda, Leitfragen

gemeinsames Verständnis und verbindlicher Scope

09:20-10:05

Ist-Situation und Schmerzpunkte

Medienbrüche, Risiken, Doppelarbeiten, Compliance- und Serviceprobleme sichtbar machen

strukturierte Problemaufnahme, Clusterung, Priorisierung

Top-Problemlagen und Erfolgsmaßstäbe

10:05-10:45

Zielbild und Nutzenhypothesen

Ziele in belastbare Nutzen- und Entscheidungssätze überführen

Zielbild, Diskussion, Dot-Voting

3 bis 6 priorisierte Zielbilder / Quick-Win-Fokus

10:45-11:00

Pause

Atemholen und Neuordnung

-

-

11:00-12:00

Prozesse und Use Cases

die zu digitalisierenden Kernprozesse bestimmen

Prozesssteckbriefe, Use-Case-Karten

priorisierte Use Cases, z. B. Fläche, Ticketing, IH, Prüfpflichten, Verträge

12:00-12:30

Modul- und Ausbaustufenlogik

aus Prozessen ein sinnvolles Stufenmodell ableiten

Modulbaukasten, Abhängigkeitsbetrachtung

Stufe 1, 2 und 3 mit klarer Abgrenzung

12:30-13:15

Mittagspause

informeller Abgleich

-

-

13:15-14:00

Datenobjekte und Datenqualität

Mindestdatenbasis, Quellen, Lücken und Pflegeverantwortung klären

Datenmodell-Canvas, SoR-Diskussion, Ampelbewertung

Kernobjekte, Pflichtattribute, Datenlücken, Owner

14:00-14:40

Schnittstellen und führende Systeme

Integrationsbedarf und spätere Komplexität realistisch machen

Schnittstellenlandkarte, System-of-Record-Matrix

Pflichtschnittstellen, führende Systeme, kritische Abhängigkeiten

14:40-14:55

Pause

Puffer und Neuordnung

-

-

14:55-15:35

SaaS-, Support- und Governance-Modell

Betriebs- und Verantwortungsmodell festlegen

Rollenmatrix, Betriebsmodell-Karten

Anforderungen an SaaS, Support, SLAs, Berechtigungen, Change/Release

15:35-16:15

MUSS / SOLL / KANN

Anforderungen so formulieren, dass sie auswähl- und ausschreibbar werden

Priorisierungsmatrix, Prüfkriterium je Anforderung

prüfbarer Anforderungskorridor

16:15-16:45

Entscheidungsblock

offene Punkte schließen und Restpunkte benennen

Management-Abstimmung

freigegebene Prioritäten, offene Punkte, Eskalationsliste

16:45-17:00

Abschluss

nächste Dokumente und Übergabe definieren

Review, Feedback, Verantwortlichkeiten

Beschlussprotokoll und Übergabe in Konzept/Lastenheft/Ausschreibung

Inhaltliche Leitfragen je Arbeitsblock

Themenfeld

Leitfragen

Ziele und Nutzen

Welche Entscheidungen, Risiken oder Leistungsversprechen sollen mit dem CAFM künftig besser beherrscht werden? Woran wird der Nutzen nach 6 bis 12 Monaten messbar?

Prozesse

Welche Vorgänge verursachen heute die meiste Reibung? Wo entstehen Suchzeiten, Doppelpflege, fehlende Nachweise oder ungeklärte Zuständigkeiten?

Module

Welche Funktionen gehören zwingend in Stufe 1 und was folgt sinnvoll in späteren Ausbaustufen?

Daten

Welche Objekt-, Flächen-, Anlagen-, Vertrags- oder Dokumentdaten sind unverzichtbar? In welcher Qualität liegen sie vor?

Schnittstellen

Welche Systeme sind führend für Identitäten, Kosten, Dokumente, Gebäudeautomation oder Plandaten? Welche Daten müssen synchronisiert werden?

SaaS/Betrieb

Welche Cloud-, Datenschutz-, Berechtigungs-, Protokollierungs-, Support- und SLA-Anforderungen sind nicht verhandelbar?

Change und Schulung

Welche Nutzergruppen gibt es? Wie viel Schulung, Kommunikation und Begleitung wird für Akzeptanz und stabile Nutzung benötigt?

Beschaffung

Wie werden Anforderungen so formuliert, dass sie vergleichbar, prüfbar und später vertraglich belastbar sind?

Damit der Tag nicht in einer Sammlung unverbundener Wünsche endet, wird jede Anforderung gegen ein einheitliches Raster bewertet.

Kriterium

Leitfrage

hoch

mittel

niedrig

Nutzen

Wie stark verbessert die Anforderung Transparenz, Service, Compliance oder Wirtschaftlichkeit?

deutlicher Hebel / Quick Win

spürbar, aber nicht kritisch

geringer Zusatznutzen

Risikoreduktion

Wie stark senkt die Anforderung Betreiber-, Haftungs- oder Ausfallrisiken?

wesentlich

teilweise

kaum

Umsetzungsvoraussetzung

Ist die Anforderung Voraussetzung für andere Funktionen?

Grundlage für mehrere Bausteine

unterstützend

isoliert

Datenverfügbarkeit

Sind die notwendigen Daten kurzfristig beschaffbar?

weitgehend vorhanden

teilweise vorhanden

große Lücken

Komplexität

Wie hoch ist Aufwand für Einführung, Betrieb und Integration?

gering / beherrschbar

mittel

hoch / unsicher

Typische inhaltliche Ergebnisse des Tages

  • ein abgestimmtes Zielbild mit 3 bis 6 priorisierten Nutzenversprechen

  • ein strukturierter Scope mit klarer Trennung von Stufe 1, späteren Ausbaustufen und bewusst ausgeschlossenen Themen

  • ein priorisierter Katalog von MUSS-, SOLL- und KANN-Anforderungen mit ersten Prüfkriterien

  • eine Liste relevanter Datenobjekte, Datenquellen, Datenlücken und Pflegeverantwortungen

  • eine Schnittstellen- und SoR-Matrix für ERP, HR/Identity, DMS, CAD/BIM, BMS/GA, IoT und weitere Bestandssysteme

  • ein belastbares SaaS-/Betriebsbild mit Rollen, Supportwegen, Berechtigungsprinzipien und Mindest-SLAs

  • eine Liste offener Entscheidungen, Risiken, Annahmen und Folgearbeiten

Der eintägige Workshop ersetzt kein vollständiges Fachkonzept, schafft aber den entscheidenden Rohbau für die nächsten Artefakte.

Ergebnis aus dem Workshop

Überleitung

Nutzen

Zielbild und Scope

Management Summary / Projektauftrag

einheitliche Orientierung für alle Beteiligten

Use Cases und Module

Lastenheft oder Anforderungskatalog

funktionale Vergleichbarkeit im Auswahlverfahren

Daten- und Schnittstellenbild

Migrations- und Integrationskapitel

realistischer Aufwand statt Wunschdenken

SaaS- und Betriebsanforderungen

Betriebskonzept / nichtfunktionale Anforderungen

bessere Anbieterbewertung und vertragliche Klarheit

MUSS/SOLL/KANN + Prüfkriterien

Bewertungsmatrix / Vergabeunterlagen

prüfbare und diskriminierungsarme Beschreibung

Offene Punkte und Risiken

Roadmap / Entscheidungs- und Eskalationsliste

Transparenz über Restarbeit und Governance

Moderation

  • Produktnamen und konkrete Anbieter werden bewusst zurückgestellt; zuerst zählt der Bedarfsraum.

  • Diskutiert wird mit vorbereiteten Entscheidungsflächen, nicht in offenen Rundgesprächen ohne Ergebnisbild.

  • Jede Anforderung erhält möglichst noch am selben Tag einen Zweck, eine Priorität und ein Prüfkriterium.

  • Streitfragen werden sichtbar protokolliert: sofort entscheiden, zur Prüfung geben oder bewusst vertagen.

  • SaaS-, Datenschutz- und Betriebsfragen werden parallel zur Fachsicht behandelt, nicht erst im Nachgang.

Pragmatische Empfehlung

  • Für Organisationen ohne belastbare Voranalyse sollte vor dem Workshoptag eine kurze Audit-Phase vorgesehen werden: Sichtung der Unterlagen, Kurzinterviews und Vorstrukturierung der Problemfelder.

  • Bei hoher Heterogenität der Standorte oder Leistungen ist es sinnvoll, den eintägigen Workshop als Entscheidungsworkshop zu verstehen und Detailarbeit in nachgelagerte Fachsessions zu verschieben.

  • Wenn eine öffentliche Beschaffung vorbereitet wird, sollte spätestens im Abschlussblock geklärt werden, welche Ergebnisse unmittelbar in Lastenheft, Bewertungsmatrix, Betriebsmodell und Vertragsstruktur überführt werden.